Haarausfall und seine Wirkung auf die Psyche

Dein Hormonhaushalt steht in enger Verbindung mit Deiner Psyche. Deswegen sorgt Stress dafür, dass das chemische Gleichgewicht des Körpers gestört wird. Als Folge treten verschiedene Krankheiten und Symptome auf, wie beispielsweise Haarausfall. Hier beginnt ein Kreislauf, der nicht leicht zu durchbrechen ist, denn dünner werdendes Haar erzeugt Angst.

Lichten sich die Haare im Oberkopfbereich, sorgt das nicht nur bei Frauen für Unzufriedenheit. Wir assoziieren eine kräftige und füllige Haarpracht mit Jugend und Schönheit. Deshalb rufen ausgehende Haare Ängste hervor, nicht mehr schön und begehrenswert zu sein. Das Alter scheint sich unaufhörlich zu nahen und damit der Verlust von Selbstvertrauen und Attraktivität. Besonders Frauen reagieren mit Angst und Unsicherheit auf die Tatsache, dass sich das Volumen ihrer Haare verringert. Durch angstvolle Gedanken werden im Körper weitere Stresshormone freigesetzt, die die Situation verschärfen.

Besonders lange Haare gelten als Symbol der Weiblichkeit. Solange sie in Fülle sprießen, ist das ein Zeichen von Gesundheit, Vitalität und Lebendigkeit. Natürlich gibt es viele Menschen, die sich aus unterschiedlichsten Gründen die Haare abrasieren, doch diese Kahlköpfigkeit ist freiwillig gewählt. Fallen Haare gesundheitsbedingt aus, werden wir mit unserer Vergänglichkeit konfrontiert. Vielen Menschen ist es peinlich, wenn die Haarmenge plötzlich abnimmt und die Kopfhaut durchzuschimmern beginnt.

Haarausfall fühlt sich wie ein Makel an, der unbedingt verdeckt werden muss. Das Selbstwertgefühl sinkt und in vielen Fällen ziehen sich Menschen aus ihrem Freundeskreis zurück. Obwohl Freunde und Bekannte meist keine Probleme mit dieser Situation haben, fühlt es sich für den Betroffenen ganz anders an. Sein gesamter Wert als Mensch scheint auf einmal von seiner Haarpracht abhängig zu sein. Das Herausnehmen der Mandeln oder bleibende Narben auf der Haut lassen sich psychisch leichter ertragen als Haarausfall.

Für die meisten Krankheiten gibt es Medikamente oder Therapien, die den Gesamtzustand verbessern können. Haarausfall wird unfreiwillig zur Schau getragen, denn dieser lässt sich nicht unsichtbar unter der Kleidung oder einem Verband verstecken. Dass Menschen krank werden, gehört zum akzeptierten Gesellschaftsbild. Fallen die Haare aus, ist das etwas anderes. Es fühlt sich wie ein Makel an, der am Menschen haftet. Obwohl auch Haarausfall wie andere Erkrankungen genetisch bedingt oder durch einen Mangel an Nährstoffen hervorgerufen wird, bewirkt er ein anderes Gefühl im Menschen.

Niemand fühlt sich minderwertig, wenn ihn eine Grippe erwischt. Eine Krebserkrankung ruft die Angst vor dem Tod hervor. Haarausfall hingegen greift so intensiv in das Selbstwertgefühl eines Menschen ein, dass sich dieser aus Scham seiner Umgebung entzieht. Das Gefühl, nicht länger ein vollwertiger Mensch zu sein, sorgt für einschneidende Veränderungen im menschlichen Verhalten. Obwohl wir fast alle ohne Haare auf die Welt kommen, trifft uns der unvorbereitete Verlust im mittleren Alter mit voller Wucht. Möglicherweise deshalb, weil wir uns dieser sichtbaren Erkrankung jeden Tag vor dem Spiegel stellen müssen.

Innere Krankheiten machen sich nur durch Schmerzen bemerkbar. Erst durch den Ultraschall sehen wir eine verfettete Leber oder Krebszellen, die sich im gesamten Körper ausgebreitet haben. Die Körperhülle schützt uns optisch vor den Vorgängen im Körper. Haarausfall ist dagegen wie ein amputiertes Bein sichtbar und tritt dadurch jeden Tag erneut ins Bewusstsein.

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